LOGG-FÜHRUNG

Ziel des Führungskräfte-Entwicklungsprogramms

Das Führungs- und Entwicklungsprogramm mit seinen integrierten Modulen ist ein „Pflichtprogramm“ für jede Führungskraft. Es fordert zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem persönlichen Führungsverhalten heraus und soll die Wahrnehmung der Führungsaufgabe erleichtern.

Da alle Führungskräfte an diesem Programm teilnehmen, werden einheitliche Standards und damit ein gemeinsames Führungsverständnis geschaffen, „wie bei uns geführt wird“.

 

Alle Module bieten die Möglichkeit, erlebte Führungssituationen gemeinsam und spezifisch zu reflektieren und neues Führungshandeln im Kontext neuer Managementkonzeptionen (z.B. „Gruppenarbeit“, „Prozessorganisation“) einzuüben, um individuelle Führungsfähigkeiten weiter zu verbessern. Die bisher zu beachtenden persönlichen Handlungsmuster und Verhaltensprogramme werden kritisch hinterfragt.

Die Module

Die Teilnehmer lernen die Grundlagen erfolgreicher Führung von Menschen und Gruppen kennen und können diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.

Themen

  • Führung als System (Organisation-Struktur-Prozess)
  • Führung als Prozess (Regelkreis, Erfolgsfaktoren, Stabilität und Veränderung)
  • Führungsgrundsätze und -Leitbilder („Moral“, „Ethik“, „Eisberg“)
  • Führungsmodelle und -Stile (Blake/Mouton, Hersey/Blanchard etal.)

Die Teilnehmer begreifen sich als eigenständige Persönlichkeit und ihre Wirkung auf Menschen. Sie sind in der Lage, sich selbst zu organisieren und ihr Führungsverhalten zu reflektieren.

Themen

  • Persönlichkeitsdiagnostik und -Typologien
  • Fremdbilder und Selbstbilder (Johari-Window)
  • Selbstmotivation und Umgang mit Stress
  • Organisation des eigenen Arbeitsplatzes

Die Teilnehmer lernen die Grundlagen und die Bedeutung von Information und Kommunikation innerhalb des Führungsprozesses kennen und können diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.

Themen

  • Grundsätze der Information (Sender-Empfänger-Modell, Gedächtnis)
  • Grundsätze der Kommunikation (Watzlawick, Schulz v. Thun)
  • Kommunikationsmodelle (u.a. Transaktionsanalyse)
  • Kommunikationsfallen und wie man sie umschifft

Die Teilnehmer lernen die Grundlagen und die Bedeutung des Konfliktmanagements innerhalb des Führungsprozesses kennen und können diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.

Themen

  • Konfliktursachen und -Typologien
  • Konfliktverläufe und Steuerung („fair fight“)
  • Konfliktarten (Wertekonflikte, Zielkonflikte, Beziehungskonflikte)
  • Konfliktmodelle (Konflikt(de)eskalation, Konfliktportfolio)

Die Teilnehmer lernen die Grundlagen und die Bedeutung von Motivation innerhalb des Führungsprozesses kennen und können diese Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.

Themen

  • Motivation als Prozess
  • Eigen- und Fremdmotivation
  • Fördernde und hemmende Motivationsfaktoren (Vorbildfunktion)
  • Motivationsmodelle und ihre Tauglichkeit für die Praxis (Maslow, Herzberg, MCGregor, Hernstein, McClelland, Sprenger)

 

Die Teilnehmer lernen die Grundlagen des Führens von Gruppen und Teams kennen, reflektieren ihre eigene Rolle in Teams und können ihre Erkenntnisse in die Praxis umsetzen.

Themen

  • Grundsätze der Arbeit in Gruppen
  • Typen und Ebenen von Gruppen
  • Rollen und Funktionen in Gruppen
  • Entwicklungsphasen von Gruppen

 

Die Teilnehmer lernen die Grundlagen und die Bedeutung von Zielen innerhalb des Führungsprozesses kennen, entwickeln konkrete Ziele für ihre Arbeit und erstellen Aktivitätenkataloge zur Umsetzung.

Themen

  • Zielformulierungen (Operationalität)
  • Zielsysteme (Top-down-Bottom-up)
  • Zieltypen und -Arten (Quantität-Qualität, Stabilität-Innovation)
  • Delegation und angemessene Kontrolle

Die Teilnehmer lernen, auftauchende Probleme innerhalb des Führungsprozesses zu erkennen, zu analysieren und zu lösen.

Themen

  • Problemursachen
  • Problemanalyse und -Diagnostik
  • Problemkategorien und -Lösungsverfahren („8D“, „Fischgrät-Diagramm“, „Zehn-Schritte-Modell“)
  • Überführen von Problemen in dauerhafte Lösungen

Die Teilnehmer lernen Mitarbeiter und ihre Potentiale zu beurteilen und vorhandene Potentiale zu entwickeln.

Themen

  • Einschätzung und Beurteilung von Mitarbeitern
  • Beurteilungssysteme
  • Beurteilungsfehler und deren Vermeidung
  • Entwicklungsmodelle
  • Coaching

 

Die Teilnehmer lernen (an konkreten Beispielen aus der eigenen Praxis) mit schwierigen Menschen und Situationen umzugehen und langfristige Verbesserungen der Situation herbeizuführen.

Themen

  • Weisungsrechte des Vorgesetzten, Pflichten der unterstellten Mitarbeiter
  • Disziplinarmaßnahmen
  • Günstiges und ungünstiges Führungsverhalten („Konsequenz“, „Empathie“)
  • Schwierige Führungssituationen (z.B. Alkohol am Arbeitsplatz)

Die Teilnehmer sehen sich zunehmend als Träger der eigenen Entwicklung als Führungskraft und lernen, dafür die Verantwortung zu übernehmen.

Themen

  • Erstellung eines Einführungsplanes für ein strategieumsetzendes Führungsverhalten
  • Transfer der Erkenntnisse in die Führungspraxis
  • Planung der eigenen Weiterentwicklung
  • Gestaltung eines eigenen Führungssystems

Die angegebenen Inhalte und Themen bilden das Grundraster der Module. Wir passen die konkreten Inhalte und Themen der spezifischen Situation in Ihrem Hause an. Dazu gehören im Vorfeld ausführliche Gespräche mit Geschäftsleitung, Führungskräften und Mitarbeitern, mit dem Ziel eine „Vision von Führung“ festzulegen. Auf diese Vision werden die Inhalte der Module ausgerichtet.

Inhalte des Entwicklungsprogramms

Jedes Modul gibt die Möglichkeit, ein spezifisches Thema in der Führung von anvertrauten Organisationseinheiten und Menschen genau zu durchleuchten. Die Teilnehmer bringen dabei konkrete Praxisfälle aus ihrer aktuellen Führungssituation ein.

Anhand dieser Praxisfälle werden individuelle Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten als Führungskraft analysiert. Die Teilnehmer lernen in dem jeweiligen Modul neueste Erkenntnisse und Modelle aus dem aktuellen Stand der Führungswissenschaft kennen und integrieren diese in ihr Verhaltensrepertoire.

Methoden im Führungskräfte-Entwicklungsprogramm

Es kommen schwerpunktmäßig folgende Lehr- und Lernformen zur Anwendung: Lehrgespräche, Diskussionen, Fallstudien, Übungen, Checklisten, Rollenspiele, Psychodramen. Fallweise wird mit Videounterstützung gearbeitet.

 

Die Dauer der jeweiligen Module des Entwicklungsprogramms

Jedes Modul ist als eine hochintensive Lerneinheit aufgebaut mit einer Vorbereitungs- und einer Nachbereitungsphase. Die Präsenzdauer pro Modul beträgt 0,5 Tage

Der Transfer in die Praxis

Der Transfer wird durch eine Lernorganisation gesichert, die den Einsatz von Lernpartnerschaften und eines Weiterbildungspasses vorsieht. Es werden konkret Veränderungsprojekte angegangen und durch die einzelnen Module begleitet.